Die Wurfmaschine

TV Ohligs II / HSV Solingen-Gräfrath: Handball-Blog

OTV II: Trainingsspiel Unitas A – Von guten Pferden, kackenden Enten und deiner Mudda

funny-horse-picture-01Hier hätte ja schon längst ein Bericht über die Saisonvorbereitung stehen sollen. Ging aber nicht, weil wir uns gezielt vorbereiten, in dem wir uns nicht vorbereiten. Na gut, ein bisschen bereiten wir uns schon vor. Aber wir haben erst spät angefangen. Eigentlich nur, damit wir so Sätze sagen können wie: „Für uns fängt die Saison erst nach dem fünften Spieltag an“ oder „Am Ende wird die Ente fett“. Das Gute daran ist, wenn die Saison erst nach dem fünften Spieltag anfängt, dann ist auch bald Weihnachten und die Hinrunde fast zu Ende. Und wenn die Ente dann am Ende ihren klapperdürrem Arsch wie ein Topmodel aus der Saison schwingt, dann weiß auch schon keiner mehr, was wir vor der Saison gesagt haben. Da kann man es ja auf die späten Schulferien und die kurze Saisonvorbereitung schieben. Also insgesamt haben wir schon einmal beste Voraussetzungen geschaffen, um mit einem guten Spruch locker aus der Saison wieder rauszukommen.

Um unsere Ausgangssituation nicht nur kommunikationstechnisch zu optimieren, haben wir am Wochenende dann trotzdem ein Trainingsspiel gemacht. Wie man sieht, wir können auch in dieser Hinsicht für Überraschungen sorgen. Man könnte sogar sagen, wir haben gute Chancen, das Überraschungsteam dieser Saison zu werden: „Taadaaa, da sind wir“. Doch man muss ja nicht gleich übertreiben mit den Überraschungen. Deswegen haben wir erst mal „nur“ gegen die Unitas Haan A-Jugend gespielt. Wichtigste Erkenntnis des Spiels: Wir sind sehr, sehr gute, um nicht zu sagen exzellente Springpferde und über 60 Minuten genau so hoch gesprungen, wie wir mussten. Das 26:29 für uns ging daher voll in Ordnung und darf als grandioser Erfolg gewertet werden.

Dass wir dabei die ersten fünf Minuten so gar nicht zum Torerfolg kamen, lag nicht zuletzt daran, dass man uns ganz genau auf die Finger gesehen hat, weil die Adlerstraße komplett renoviert worden ist. Hinten am Sportlereingang, da wo es keiner sieht,  hat man in einer dunklen Ecke deshalb auch ein großes Schild aufgehängt. Die Renovierung ist im Rahmen des Konjunkturpakets II finanziert worden. Scheint so eine Art Hartz IV für alte abgewrackte Handballhallen zu sein. Und weil die Halle jetzt so bunt und schick wie ein Club Mediterranee ist, dürfen die Handballer kein Harz mehr benutzen, damit der Club Mediterranee keine Flecken bekommt. Gleich drei Aufpasser hat die Stadt in die Halle geschickt. (An dieser Stelle komme ich nur schwer um den Gag: „Hartz IV ohne Harz“ herum, den ich aber unterlasse, weil da „t IV“ rauskommen würde. Das ist nicht lustig)

Nun gut, wir mussten also ohne Harz spielen. Das hatte in etwa den gleichen Effekt, als wenn man den Ball eingefettet hätte. War aber eine gute Vorbereitung für unser erstes Meisterschaftsspiel gegen Unitas II. Aber bis dahin sind es ja noch zwei Wochen. Und vielleicht ist bis dahin wieder alles beim Alten und die Halle sieht so aus, wie sie immer ausgesehen hat. In den Kabinen stehen Sprüche wie „Dein Mudda ist so fett, die wird beim Public Viewing als Leinwand aufgestellt“ und auf dem Hallenboden kann man die lange dunkle Spur des Aufsetzers sehen. Wenn nicht, schaffen wir es vielleicht noch mal, so hoch zu springen, wie wir müssen – wird allerdings höher sein, als am Wochenende.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 9. September 2013 von in OTV 2. Herren, Uncategorized und getaggt mit , , , , , , , , , .
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