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TV Ohligs II / HSV Solingen-Gräfrath: Handball-Blog

OTV II – Spiel gegen Panther III: Telekolleg Handball

OTV - Unschärfe Schnell

Christoph TILLMANNS© in der heisenbergschen Unschärferelation

Zum Glück hat unser Trainer einen Doktor. Ich meine jetzt nicht so einen Doktor zu dem man geht, wenn man Aua hat. Unser Trainer hat so einen Doktor, den man sich auf die Visitenkarten drucken kann, wenn man wichtig sein will. Wobei einige Menschen ihre Kinder ja angeblich Dieter nennen, weil man das im Zweifel auch mit Dr. auf der Visitenkarte abkürzen kann. Jetzt heißt der Trainer aber bestimmt nicht Dieter Volker Arendt, oder?

Auf jeden Fall hat der Trainer, weil er ja ein Doktor ist, die statistische Wahrscheinlichkeit des Spielergebnisses in einer komplizierten Arithmetik vorher berechnet. Theoretische Grundannahme war dabei, dass das Spielfeld ein Punkt ist, der sich in einem Vakuum befindet. Was danach kam habe ich nicht verstanden. Bekanntlich haben ja 4 von 10 Menschen keine Ahnung von Statistik, zu den 50 Prozent gehöre ich auch. Herausgekommen ist bei den Berechnungen des Trainers dann ein Ergebnis von 39:17 für uns. An der Formel wird der Trainer bis zum nächsten Spiel aber noch arbeiten müssen, denn das tatsächliche Endergebnis lag mit 32:19 bei gaußscher Normalverteilung außerhalb der statistischen Standardabweichung.

Wobei man den Trainer dahingehend in Schutz nehmen muss, dass auf dem Platz sieben Messfehler rumliefen, die die Vorgaben nicht erfüllen konnten. Allerdings ist er mit seiner Kabinenstatistik nicht ganz unschuldig daran. Schließlich hat er eine Vorbildfunktion und so hat halt jeder sein eigenes kleines Wissenschaftsprojekt aufgemacht. Dabei hatte Christoph TILLMANNS© allerdings große Probleme mit der heisenbergschen Unschärferelation. So konnte er entweder sagen, wie schnell er ist, wusste dann aber nicht, wo er war, oder er wusste wo er war, aber nicht wie schnell er ist. Was immer wieder zu einer falschen Ableitung des Balls Richtung Tor führte.

Joes-Wurfvarianten

In dieser Hinsicht zeigte Joe Lazzara wesentlich mehr mathematisches Geschick. Während die meisten Handballer beim Wurf nach dem einfachen Grundsatz, die schnellste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Gerade, verfahren, zeigte er mehrfach in dem Spiel den perfekten Parabelwurf – umgangssprachlich auch „reingelogener Heber“ genannt. Das ist schon deshalb kompliziert, weil die Parabel ja eine Kurve zweiten Grades ist, die zu den Kegelschnitten zählt. So gesehen, ist sie eine Ellipse, bei der einer der beiden Brennpunkte im Unendlichen liegt. Und das Unendliche ist ja bekanntlich da, wo sich die Parallelen immer schneiden. Deshalb gibt es im Unendlichen auch einen Verbandskasten- nebenbei bemerkt.

Von etwas schlichterer Natur, eher kraftmathematisch, waren da die Projekte von Alex Kreitz, Jan Maier und Christopher Kreft. Besonders Alex versuchte in einem kurzen aber heftigen Projekt mit einem Wurf aus vollem Lauf das Band der Toraufhängung zu einem Möbiusband zu verformen. Wir erinnern uns aus unserer letzten Telekolleg Mathematik Sendung: Ein Möbiusband ist jenes merkwürdige Gebilde, das nur eine Kante und eine Fläche hat. Wäre das Möbiusband nach Alex Wurf runtergefallen und der sehr gute gegnerische Torwart darauf geraten, hätte er nicht mehr runtergefunden. Der Plan musste aber letztlich schon daran scheitern, dass die Mittellinie eines Möbiusbandes keinen Kreis einnehmen kann und da hätte es ja reinfallen sollen, damit der Torwart drauftreten kann.

Das Kreitz-Möbius-Torband

Im Gegensatz dazu machten Jan und Christopher ganz nach dem Vorbild des Trainers eher einfache statistische Feldversuche. Interessant war dabei Jans Ansatz, einmal rechts und einmal links neben das Tor zu werfen, um im statistischen Mittel ein Tor zu erzielen. Leider erwiesen sich die Schiedsrichter als statistisch nicht  ganz sattelfest und erkannten die Treffer nicht an. Zumindest zählbar war hingegen Christophers Versuch, wie oft man den Ball beim 7-Meter in dieselbe Ecke hämmern kann, bis der Torwart ihn hält. Mit fünf von sechs Versuchen kam er statistisch auf eine Quote von 83,333Prozent, die allerdings aufgrund der kleinen Stichprobe noch um den Ceiling-Effekt bereinigt werden müsste.

Schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn wir weitere spannenede Experimente machen. So werden wir versuchen, beim Spiel gegen Unitas durch eine kalte des Pudels-Kern-Fusion ein schwarzes Loch entstehen zu lassen, in das die Haaner reinfallen.

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Ein Kommentar zu “OTV II – Spiel gegen Panther III: Telekolleg Handball

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 14. Januar 2014 von in Bezirksliga Spielberichte, OTV 2. Herren und getaggt mit , , , , , , , , , , .
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