Die Wurfmaschine

TV Ohligs II / HSV Solingen-Gräfrath: Handball-Blog

OTV II – Spiel gegen den STB: Making Whoopee

Alex "Bis zum kleinen Bisschen" Kreitz

Alex „Bis zum kleinen Bisschen“ Kreitz

Meine Motivation den Spielbericht zu schreiben, ist in etwa so groß, wie unsere Motivation am Wochenende beim 27:27 gegen den STB. Eigentlich fing es schon damit an, dass alle ein bisschen später gekommen sind. Dafür mussten dann der Alex und der Joe auch ein bisschen früher gehen. Der Joe hat die rote Karte von seiner Frau bekommen und der Alex vom Schiedsrichter. Was ungefähr auf das Gleiche rauskam. Nur dass der Joe im Kerzenschein was zu essen bekommen hat und der Alex nicht. Der Alex musste im kalten Klingelhallen-Neonlicht auf der Tribüne sitzen und sich ´n Snickers aus dem Automaten ziehen.

Und weil wir halt alle ein bisschen später gekommen sind, haben wir auch ein bisschen später angefangen. Es war aber sehr nett vom STB, dass sie schon einmal ohne uns losgelegt und vier Tore geworfen haben. Das wäre ja sonst für die Zuschauer langweilig geworden, wenn so gar nichts passiert wäre. Später haben wir dann ja doch mitgemacht und sind auch noch mal in Führung gegangen. Da wurde das Spiel dann in etwa so haarig wie Nena in den 80ern unter den Armen. Der STB hat toll gekämpft und ordentlich dagegen gehalten. Allerdings bewegte sich unser Kampfgeist auch auf einer Skala von Plüschtier bis Käfigkämpfer etwas oberhalb von Nacktmull im Frotteehandtuch.

Und dann kamen die letzten Minuten, nach denen wir das gute Springpferd erschießen mussten, weil es vor der Apotheke gekotzt hat. Bei zwei Toren Führung kurz vor Schluss sollte man so ein Spiel eigentlich nach Haus schaukeln. Im Tageblatt musste ich dazu lesen: „Der mit nach vorne geeilte STB-2-Keeper Thomas Otto spielt den Pass auf Robert Bick, der wird gefoult und verwandelt den fälligen Strafwurf zum 27:27 selbst! „ Also ohne Wenn und Aber, der Thomas Otto hat am Ende grandios gehalten und mehrere Hundertprozentige entschärft – was uns erst in die Lage gebracht hat, dass wir unser gutes Springpferd erschießen mussten – aber „eilen“???? Sei mir nicht böse lieber Thomas, aber wenn das „Eilen“ war, dann geht ein landender Albatros als Balletttänzer durch.

Wie dem auch sei. Das schöne beim Nachkarten in der Kabine war dann, dass jeder mal schuld sein durfte: Der Trainer, der Ball, der Gegner, die Halle und jeder Spieler natürlich auch. Immer schön einzeln und jeder nur ein Kreuz. Außerdem waren noch die Fußballergebnisse vom Wochenende schuld. Vor allem Gladbach, was mir persönlich jetzt völlig egal ist, aber frag mal den Alex. Nur die Schiedsrichter durften nicht schuld sein, weil Schiedsrichter nie schuld sind. Man ist ja froh, wenn man Schiedsrichter hat.  Da fällt mir gerade – warum weiß ich jetzt auch nicht – der Film „Die fabelhaften Baker Boys“ ein. Kennt den jemand? Auf jeden Fall handelt der Film von zwei Brüdern, Barpianisten, die ziemlich erfolglos von einer Bar in die nächste ziehen. Am Ende lernen sie dann eine von Michelle Pfeiffer gespielte Sängerin kennen und werden richtig gute Musiker und total erfolgreich. Irgendwie hätte Michelle Pfeiffer dem Spiel am Wochenende gut getan. In diesem Sinne „Making Whoopee“

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