Die Wurfmaschine

TV Ohligs II / HSV Solingen-Gräfrath: Handball-Blog

OTV II: Spiel gegen HTV: Ein Mimimi-Spiel in vier Akten

24:18 gegen den HTV verloren. Nachdem wir das Hinspiel zu Hause mit sieben Toren gewonnen haben, sind wir damit im Europapokal eine Runde weiter. Wie echte Spitzenmannschaften haben wir dabei unsere besten Spieler für die Meisterschaft geschont und sind  mit einer B-Sieben-bis Neun angetreten.

Andererseits könnte man auch sagen: Ein Mimimi-Spiel in  vier Akten.

Akt 1: Prolog – Keiner spielt mit uns. Mimimi.

Schon zu Beginn des ersten Aktes gibt eine Stimme aus dem Off bekannt, was bisher geschah: „Jan Maier und Guido „Benni“ Zimmermann sollen sich bitte bei Trainer Munkel in der ersten Mannschaft melden“. Mimimi.

Im weiteren Verlauf des Aktes treten Christian „Hinni“ Hinrichs, Christopher „Krefti“ Kreft, Tim „Lakesch“ Lauers, Giovanni „Joe“ Lazzara und Jonas Isenburg auf, um direkt wieder abzutreten. Mimimi. Sie haben auch nur eine Zeile Text: „Wir kommen nicht zum Spiel“. Mimimi.

Noch nicht zu sehen sind: Jörgen „Zappel“ Wieber, Christian „Fummel“ Knaak und Stephan „nicht der Woicki“ Woick. Stattdessen stehen drei Fragezeichen im Raum, auf denen die Worte „Arsch“, „Wade“, „Auge“ zu lesen sind. Mimimi. Später wird man sie dann auf dem Spielfeld sehen – Die Spieler, nicht die Fragezeichen.

Freudig begrüßt wird nach mehrmonatiger Abstinenz in diesem Akt Peter „Pietiieee“ Köstler. Yiepiehyeah.

Akt 2: Sonntagsmorgens um 10.30 Uhr. Mimimi.

In diesem Akt wird allerhand gesucht. Zudem wird viel diskutiert, ob man morgens um diese Uhrzeit in abgelegenen Regionen Handball spielen sollte. Mimimi. Gesucht werden vor allem Augen, Parkplätze, Kabinen, Lust zur körperlichen Betätigung sowie Ausreden, um wieder nach Hause zu können. Mimimi.

Nicht gesucht, weil vollzählig angetreten: Eine Kiste Bier. Yiepiehyeah.

Akt 3: Vermisst wird. Mimimi.

Im dritten Akt pfeifen die Schiedsrichter das Spiel an. Auf der Bank sitzen immerhin zwei Auswechselspieler (noch). Schmerzlich vermisst werden: Harz und Tore. Die einen sagen, das eine wegen dem anderen, die anderen sagen nix. Mimimi. Besonders schmerzlich, dass gleich vier 7-Meter-Tore unter den Vermissten sind. Es hätte so schön sein können. Mimimi.

Des Weiteren gehen im Verlauf der Handlung zwei Spieler verlustig. Mimimi. Der eine still, bei zwei geblockten Unterarmwürfen hat er sich das Ellenbogenköpfchen gestoßen. Mimimi. Der andere lautstark meckernd mit drei Mal zwei Minuten. Merke: Auch mit einem F-Jugend-Kreismeistertitel kann man sich das nicht erlauben. Da waren es nur noch Sieben. Mimimi.

Zum Ende des Aktes wird dann noch die Kondition vermisst – verständlich. Mimimi.

Erhalten bleibt trotz des Spiels: Die gute Laune beim Bier danach.

Denn die Moral von der Geschicht: Sind wir vollzählig, schlagen uns die Haaner nicht.

Akt 4: Epilog – Der Datenschutz. Mimimi.

Im Nachspiel sieht man, wie die Zeitnehmer beider Mannschaften ein Foto des Spielberichts machen wollen. Alltägliches, um die eigene Statistik zu aktualisieren und die Presse informieren zu können. Mit gestrenger Mine schreitet ein Schiedsrichter ein und redet gewichtig von Datenschutz. Man weiß ja nie, was die NSA so alles mitliest und dann steht plötzlich der Russe vor der Tür und keiner will es gewesen sein.

Als investigatives Handballblog leaken wir den Spielbericht natürlich trotzdem. Stellen, die nationale Sicherheitsinteressen berühren, wurden vorsorglich geschwärzt.

Spielbericht HTV geschwärz

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: