Die Wurfmaschine

TV Ohligs II / HSV Solingen-Gräfrath: Handball-Blog

OTV II gegen Wipperfürth – Handballspielen ohne zu gewinnen, ist möglich, aber völlig sinnlos

HSV Gräfrath - Trainingslager EmsdettenAn der Niederlage hat es nicht gelegen, dass ich zu der letzten Partie gegen Aufderhöhe keinen Bericht geschrieben habe. Manchmal mangelt es einfach an der Zeit. Eigentlich ist die Niederlage gegen Aufderhöhe ja mittlerweile auch schon die vorletzte Niederlage. Denn seit dem Wochenende haben wir eine niegelnagelneue Niederlage. So eine ganz hübsche mit zwölf Toren gegen Wipperfürth. 32:20 nett verpackt in eine lange Anfahrt, mit verletzt ausfallenden Spielern und allem Zipp und Zapp.

Beim Handballspielen ohne zu gewinnen, sind wir ja mittlerweile eins der stärksten Teams der Liga. Das kommt aber auch nicht von ungefähr. Kann nicht jeder. Die Wipperfürther haben das am Wochenende nicht geschafft. Dazu gehört nämlich, dass man keine Tore wirft. Obwohl die Wipperfürther uns in der ersten Halbzeit in dieser Hinsicht beinahe den Schneid abgekauft hätten. Also hätten wir da nicht fünf, sechs Mal frei durch grandios verworfen, dann wären wir wohlmöglich noch mit einem Sieg nach Haus gefahren. Mit einer drei Tore Führung nach 20 Minuten sah das zwischenzeitlich schon ganz schön düster aus.

Aber gegen Ende der ersten Halbzeit zeigte sich dann die ganz Cleverness einer erfahrenen Mannschaft. Den Gegner einfach mal dran lecken und glauben lassen, er könnte keine Tore werfen, um dann selber gnadenlos überhauptkeine Tore mehr zu werfen. Taktisch war das aber auch eine Meisterleistung sondergleichen, die stabile Sechs-Null-Deckung in eine nicht vorhandene Fünf-Eins-Deckung zu verändern. Hat prima geklappt und wir konnten mit einem beruhigenden Drei-Tore-Rückstand in die Kabine gehen.

Solch taktische Meisterleistungen schafft man allerdings nur, wenn man mit keinem Trainer nach Wipperführt reist. Ich hatte noch nicht darüber geschrieben, aber am Anfang der Saison hatten wir ja keinen Trainer, dann hatten wir einen und jetzt gegen Wipperfürth hatten wir wieder keinen Trainer. Aber nur für das eine Spiel, weil der Trainer krank war. Das macht bei uns nämlich jetzt der Andreas „Brü“ Brüser. Bis jetzt macht der Brü das sogar sehr erfolgreich erfolglos. Ein echter Nichterfolgscoach haben wir uns da an Land gezogen. Das war natürlich mit einem gewissen Risiko behaftet, weil der Brü in der Vergangenheit bis in die Verbandsliga Mannschaften gecoacht hat, die mehr gewonnen, als verloren haben. Aber er hat das bisher mit keinem Sieg in vier Spielen recht souverän gelöst. Respekt.

Um noch mal aufs Wochenende zurückzukommen, muss man sagen, dass die Voraussetzungen für keinen Sieg aber auch optimal waren. Schon vom Papier her waren wir die klar besser Mannschaft, um nicht zu gewinnen. Da stand nämlich kein Jan Maier, kein Christian Hinrichs, kein Christian Willich und auch kein Peter Köstler auf dem Spielbericht. Das war natürlich ziemlich ausgefuchst von uns, den Großteil unserer Rückraumspieler zu Hause zu lassen.

Besonders die Leistung von Jan Maier ist da hervorzuheben, der an guten Tagen auf Regionalliga-Niveau nicht da sein kann. Aber auch Christian Hinrichs: Grandios wie er beruflich als Eventmanager nach Shanghai muss. Man munkelt, er bereitet dort den nächsten KP Parteitag vor. Das birgt natürlich das Potential, standrechtlich erschossen und damit ein Garant für nie wieder geschossene Tore zu werden. Die Chinesen fackeln da ja nicht lange, wenn ihnen so eine Langnase den Parteitag vermasselt. Wir überlegen auch als Mannschaft schon, was wir da tun können, um den Hinni in der ewigen Nichttorschützenliste ganz weit nach vorne zu bringen. Damit könnte er es glatt nicht in die Nationalmannschaft schaffen.

Aber auch bei den Rückraumspielern, die wir mitgenommen haben, war mit Stephan Woick ein angeschlagener Spieler dabei. Stephan hatte sich mit einer Zerrung (ich sag jetzt öffentlich nicht wo. Aber ratet mal, da kommt Ihr nie drauf) wirklich optimal auf keine Tore vorbereitet. Umso enttäuschender, dass er mit gleich sieben Treffern doch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Da nützt es auch nichts, dass er nach jedem Wurf wie James Brown auf der Bühne theatralisch zusammengebrochen ist und nicht mehr zurücklaufen konnte. Tor ist Tor. Das kriegt man doch von der Anzeigentafel nicht mehr weg. Mann, Mann, Mann wir hätten es deutlich unter zwanzig Tore schaffen können. Zum Glück hat sich Christian „Fummel“ Knaak dann auch noch eine Zerrung geholt. Da hatte der aber auch schon mit vier Toren ziemlich versagt.

Also, das muss alles in den nächsten Wochen besser werden. Von daher ist es gut, dass wir mit dem Wegfall der Halle Heiligenstock jetzt donnerstags auch keine Halle mehr haben. Da kann man das Keine-Tore-Werfen hervorragend trainieren.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 1. Dezember 2014 von in Bezirksliga Spielberichte, OTV 2. Herren und getaggt mit , , , , , , , , .
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